Kindredly ist eine anonyme Brieffreunde-App, die Fremde nach ihrem Schreibstil zusammenbringt. Du schreibst einen Brief an niemand Bestimmten, und deine Botin bringt ihn zu den Menschen, deren Sätze deinen am nächsten kommen. Antwortet jemand von ihnen, hast du eine Brieffreundschaft. Nach je fünf Briefen hin und her könnt ihr Namen tauschen – wenn ihr beide wollt.
Hat noch jemand so eine Liste mit Sachen, die man machen würde, wenn man mehr Zeit hätte – und dann hat man mehr Zeit und macht nichts davon? Wofür ist die Liste eigentlich gut? Und an wen ist die überhaupt adressiert?
Kein Steckbrief zum Ausfüllen, kein Profilbild zum Aussuchen. Du schreibst einen Brief: ein paar Zeilen über deine Woche, etwas, das du noch nie laut gesagt hast, eine Frage, die du gern von jemand Fremdem beantwortet hättest. Dann suchst du eine Marke aus, die zur Stimmung passt. Zur Wahl stehen 36 in sechs Serien: Geständnisse, Beinahe, Späte Nächte, Kleine Dinge, Werden und Vermissen. Die Marke verrät schon vor dem Öffnen, was für ein Brief drinsteckt.
Fünf neue Briefe am Tag sind kostenlos. Briefe innerhalb eines Briefwechsels zählen nie mit.
Deine Botin achtet darauf, wie du schreibst, nicht worüber: wie lang deine Sätze werden, wo du Pausen machst, wie gleichmäßig ihr Takt ist, ob du Fragen stellst, ob du einen Punkt setzt oder den Gedanken offen lässt. Dein Brief landet zuerst auf den Schreibtischen der Fremden, deren Schreibstil deinem am nächsten kommt.
Dein Alter verschiebt die Reihenfolge ein wenig. Wo du wohnst und wie du aussiehst, spielt nie eine Rolle. Warum Sätze mehr verraten als jeder Steckbrief.
Seit März liegt eine Nachricht in meinen Entwürfen. Drei Wörter. Ich hab so an die vierzigmal dran rumgefeilt – vor allem an den Satzzeichen. Als ob's am Komma läge.
Umgekehrt läuft es genauso. Auf deinem Schreibtisch landen Briefe von Fremden, die so schreiben wie du – im kostenlosen Tarif fünfzehn am Tag. Lies sie und beantworte den einen, der dir nicht aus dem Kopf geht. Mit deiner Antwort beginnt ein Briefwechsel: nur ihr zwei, ein Brief nach dem anderen. Bis zu fünf Antworten dürfen gleichzeitig unterwegs sein und darauf warten, dass ein erster Brief zurückkommt. Ein Platz wird wieder frei, sobald jemand zurückschreibt – oder nach einer Woche.
Liegt auf deinem Schreibtisch ein Brief in einer Sprache, die du nicht lesen kannst, ist ein „Übersetzen“-Button gleich dabei.
Hab an einem Dienstag gekündigt. Vier Tage keinem was gesagt. Mich trotzdem jeden Tag angezogen. Trotzdem jeden Tag raus aus der Wohnung. Bis sechs in der Bibliothek gesessen.
Hat noch jemand so eine Liste mit Sachen, die man machen würde, wenn man mehr Zeit hätte – und dann hat man mehr Zeit und macht nichts davon? Wofür ist die Liste eigentlich gut? Und an wen ist die überhaupt adressiert?
Seit März liegt eine Nachricht in meinen Entwürfen. Drei Wörter. Ich hab so an die vierzigmal dran rumgefeilt – vor allem an den Satzzeichen. Als ob's am Komma läge.
Niemand sieht deinen Namen, dein Gesicht oder dein Profil – ein Profil gibt es nämlich gar nicht. Fremde sehen eine Nummer wie Nr. 4207 und ein Gesicht aus Kästchen. Sobald ihr beide beim fünften Brief seid, könnt ihr unabhängig voneinander euren Namen beilegen. Getauscht wird aber erst, wenn ihr es beide getan habt. Viele bleiben Brieffreunde und tauschen nie.
Habt ihr Namen getauscht, seid ihr Seelenverwandte, und eure Briefe ziehen in ein eigenes Zimmer um. Im kostenlosen Tarif schließt sich ein Zimmer nach dreißig Tagen Funkstille. Mit der Ersten Klasse bleibt jedes Zimmer offen.
Beide haben unterschrieben. Namen getauscht.
Nur wenn ihr beide euren Namen beilegt. Oder nie – viele bleiben einfach Fremde.
Deine Botin schlüpft aus deinen ersten Worten und trägt jeden Brief, den du abschickst. Sie hat fünf Federkleider und nimmt es persönlich, wenn du sie links liegen lässt: Drei Tage ohne Brief, und sie bekommt Appetit. Eine Woche, und sie ist hungrig. Zwei Wochen, und sie wird grau.
Fast alles ist kostenlos: fünfzehn Briefe am Tag auf deinem Schreibtisch, fünf neue eigene Briefe am Tag, deine Botin und jeder Briefwechsel, ganz gleich, wie viele Briefe darin hin- und hergehen.
Die Erste Klasse ist der bezahlte Tarif: kein Limit für neue Briefe, Zimmer, die immer offen bleiben, Sprachbriefe (aufgenommen in der iPhone-App) und die ganze Garderobe deiner Botin. Den Preis siehst du, bevor du zahlst.
Kindredly gibt es als iPhone-App und als Website. Meldest du dich mit Google oder E-Mail an, ist es auf beiden dasselbe Konto – deine Briefe, deine Seelenverwandten und deine Botin kommen also mit. „Mit Apple anmelden“ gibt es nur auf dem iPhone. Unter Android funktioniert alles im Browser auf kindredly.io, nur Sprachbriefe aufnehmen geht dort nicht.
Nein. Alles funktioniert im Browser auf kindredly.io, nur Sprachbriefe aufnehmen kannst du dort nicht – anhören aber schon. Es gibt auch eine iPhone-App, mit demselben Konto, wenn du dich mit Google oder E-Mail anmeldest.
Ja. Unter Nur schauen siehst du die Briefe von heute – ganz ohne Konto.
Im kostenlosen Tarif fünf neue Briefe am Tag. Briefe innerhalb eines Briefwechsels zählen nie mit, und bis zu fünf Antworten an Fremde dürfen gleichzeitig darauf warten, dass jemand zurückschreibt. Mit der Ersten Klasse fällt das Tageslimit für neue Briefe weg.
Jeder neue Brief trägt eine von 36 Marken aus sechs Serien. So weiß man schon vor dem Öffnen, welche Stimmung drinsteckt – ein Geständnis, ein Beinahe, eine späte Nacht, eine Kleinigkeit.
Nein. Sobald ihr beide beim fünften Brief seid, könnt ihr unabhängig voneinander euren Namen beilegen, und getauscht wird erst, wenn ihr es beide getan habt. Ihr könnt so lange Fremde bleiben, wie ihr wollt.
In zehn: English, 中文, Español, Português, Bahasa Indonesia, Français, Deutsch, Italiano, 日本語 und 한국어. Liegt auf deinem Schreibtisch ein Brief in einer Sprache, die du nicht lesen kannst, ist ein „Übersetzen“-Button dabei. Die iPhone-App gibt es vorerst in allen Sprachen außer 中文 – schreiben kannst du dort trotzdem auf 中文.
Deiner Botin knurrt der Magen: Nach drei Tagen bekommt sie Appetit, nach einer Woche ist sie hungrig, nach zwei Wochen wird sie grau. Deine Briefwechsel bleiben offen. Hast du mit jemandem Namen getauscht, schließt sich euer gemeinsames Zimmer im kostenlosen Tarif nach dreißig Tagen Funkstille. Mit der Ersten Klasse bleibt jedes Zimmer offen.
Noch Fragen? hello@kindredly.io
Schreib deinen ersten Brief. Eine anonyme Brieffreunde-App, die Fremde nach ihrem Schreibstil zusammenbringt. Kostenlos auf dem iPhone und im Web.